Fünf Dinge, die ich brauche – Minimieren Teil 1
8. Dezember 2015
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Meine engen Freunde wissen, ich liebe Dinge, vor allem Bücher, aber auch Porzellan oder schöne Kissen, Vasen, Bücher und noch mehr Bücher. Besonders im Dezember, dem Monat des Kaufrausches und der Weihnachtsvorbereitungen kommt in mir immer wieder die Frage auf: Was brauche ich wirklich? Nun habe ich erfolgreich im letzten Monat meinen Kleiderschrank ausgeräumt und bestimmt ein Drittel aller Kleider verschenkt – Dank geht hierfür an diesen großartigen Blog: http://lostinaspotlessmind.com. Wenn auch hier noch weiterer Räumungsbedarf besteht, so möchte ich mir in den nächsten Monaten auch unsere Wohnung vornehmen, ausräumen und Vieles verschenken und vor allem nicht wieder mit vielen schönen (Weihnachts-)Geschenken füllen.

Damit dies nicht passiert, hatte ich mir vor ein paar Wochen die Frage gestellt, welche fünf Dinge ich immer gerne bei mir hätte. Glückliches Ich, dass ich mir solche Fragen stellen kann und keinen Mangel leide, denn es handelt sich bei diesen Dingen um reinen Luxus, doch dazu unten mehr! Da ich beruflich viel und auch länger unterwegs bin, häufig an Orten, an denen sich außer Wald oder Wasser nicht viel Ablenkung finden lässt – und das meine ich ernst: kein Radio, Fernsehen, Musik, Zeitung, Telefon oder Internet – konnte ich direkt austesten, ob meine Wahl eine gute war.

Die fünf Dinge, die mir wichtig sind, erscheinen auf den ersten Blick ein bisschen techniklastig; immer dabei habe ich:

Smartphone

Ebook-Reader

Häkelutensil (na gut, ist nicht nur ein Ding… Nadel, Wolle und Schere)

Gitarre

Tablet

Das Handy natürlich vor allem, um mit meinen Freunden und meinem Liebsten in Kontakt zu bleiben, aber auch, um immer Musik, Hörspiele oder Hilfe dabei zu haben, wenn ich mal alleine durch den Wald wandere oder stundenlang in der Bahn sitzen.

Den Reader würde ich gerne implantieren. So gerne ich analoge Bücher mag, so sehr liebe ich die Möglichkeit hunderte Bücher mit mir herumzutragen und immer das Richtige zum Lesen dabei zu haben. Könnte ich mit ihm duschen, dann würde ich zwei der wunderbarsten Dinge gleichzeitig nutzen können.

Ebenfalls wichtig sind meine einzigen beiden Hobbies, die Material verlangen: das Häkeln und das Gitarre spielen. Beides erscheint mir im Rückblick auf die vergangenen Wochen in der Fremde sehr wichtig. Das Häkeln bietet mir die Möglichkeit etwas zu produzieren, auf das ich mich freue und dabei ist auch der Prozess des Machens selber wertvoll für mich, denn ich kann sowohl in Ruhe alleine arbeiten, aber genauso gut kann ich mich mit anderen Leuten unterhalten. Ganz anders das Gitarre spielen. Hierfür muss ich mich wirklich konzentrieren und der Prozess ist mir um einiges wichtiger, als das Ergebnis. Die Konzentration auf die Musik ist für mich der ideale Weg abzuschalten, da es meine gesamte Aufmerksamkeit fordert. Tatsächlich schweifen meine Gedanken beim Gitarre spielen viel weniger ab, als bei formaler Yogapraxis. Und ich kann auch sehr müde oder sogar noch mit Kopfschmerzen spielen. Gitarre – meine Meditation. Und das Tablet? Na da sind alle Noten und Häkelmuster drauf vereint. Und falls ich mich mal mit Spielen oder Schreiben ablenken möchte, unterstützt mich mein Tablet dabei auch ganz lieb J

Was mache ich jetzt mit all den Sachen in unserer Wohnung?

Bevor ich alles bis auf diese fünf Dinge weggebe, wird es wohl ein bisschen dauern. Aber zumindest habe ich angefangen auszusortieren. Alles was ich nicht mehr brauche, wird verschenkt. Entweder an Freunde, über Facebook Gruppen oder an soziale Träger, die es an Menschen weitergeben, die nicht den Luxus haben zu entscheiden was sie möchten. Die in der Situation leben, nehmen zu müssen, was kommt.

 

Welche Dinge sind euch wichtig? Was braucht ihr, um an dunklen Winterabenden zufrieden und produktiv zu sein?

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2 comments

  1. Oh je, 5 Dinge. Schwierig.
    Ok. Da man auch auf dem Rechner per Mediathek Fernseh gucken kann
    – Computer
    Ich stimme den Häkelutensilien zu – inklusive den Strickutensilien. Also:
    – Handarbeitsutensilien
    Da Schlafen und Träumen ein wunderbare Hobbys sind:
    – mein Bett
    -ok. Smartphone
    – mein Atelier, wenn dies als Ding zählt. Denn ohne Malen geht es nicht.
    Hm, das 5te Ding. Nach einem Rundgang durch die Wohnung, fällt mir auf, dass ich auf vieles verzichten könnte. Dann nehme ich noch meine
    -gute Kamera, um weiterhin Motive zum Malen einzufangen. Da reicht die Handykamera nicht.
    Ist schon interessant, was man so ansammelt. Mein letzter Umzug war beim Ausmisten sehr hilfreich.

    1. Also ich dachte mehr an fünf Dinge mit denen man aus der Haustür gehen kann, beim Bett oder Atelier wird das schwierig. Wie wäre es mit Schlafsack und Pinsel/Farbenkiste stattdessen?